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Pflegegrad 3

Die Einstufung der Pflegegrade erfolgt durch den MDK. Bei einem Pflegegrad 3 liegt eine „schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ vor, wodurch sich ein vergleichsweise hoher Pflegebedarf ergibt. Um hier die optimale Versorgung zu gewährleisten und Angehörige bei der Pflege bestmöglich zu entlasten, gibt es ein umfangreiches Leistungsangebot der Pflegekassen, das sich an der Schwere der Beeinträchtigungen orientiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Einstufung in den Pflegegrad erfolgt auf Antrag bei der Pflegekasse. Der MDK (bzw. MEDICPROOF bei Privatversicherten) nimmt daraufhin eine Begutachtung vor, aus der eine Empfehlung für die Pflegebedürftigkeit an die zuständige Pflegekasse resultiert.
  • Die Leistungen der Pflegekasse richten sich nach dem Pflegegrad, d. h. für Pflegegrad 3 stehen Ihnen andere Leistungen zu als bei Pflegegrad 2, 4 oder 5.
  • Bei der Pflege durch Angehörige haben Sie zunächst Anspruch auf das Pflegegeld sowie weitere Ergänzungsleistungen. Erfolgen die Pflegetätigkeiten durch einen professionellen Pflegedienst, rechnet die Pflegekasse diese als Sachleistungen ab.

Was bedeutet Pflegegrad 3?

Die Pflegebedürftigkeit an sich ergibt sich aus der Definition gemäß § 14 SGB XI, wenn Personen

gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen.

Pflegegrad 3 geht mit einer „schweren Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ einher. Ob diese gegeben ist, entscheidet der MDK im Rahmen seines Begutachtungsverfahrens.

Bei der Umwandlung der Pflegestufen 2017 wurden neben neuen Antragstellern Demenzerkrankte, die der Pflegestufe 1 zugeordnet waren, sowie Pflegebedürftige aus der Stufe 2 direkt in Pflegegrad 3 übernommen.

Antragstellung beim MDK

Um überhaupt einen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegekasse zu haben, muss zunächst die Einstufung in einen Pflegegrad erfolgen. Die Grundlage bildet hier eine Begutachtung, die der MDK (bzw. MEDICPROOF bei Privatversicherten) im Auftrag der Pflegekasse vornimmt.

Um einen Termin zu erhalten, stellen Sie einen telefonischen oder schriftlichen Antrag bei der Pflegekasse. Der oder die Gutachterin bewertet dann die Pflegebedürftigkeit anhand von sechs verschiedenen Kategorien im häuslichen Umfeld der betroffenen Person.

Da die Höhe der Leistungen maßgeblich vom Pflegegrad abhängt, ist es sinnvoll, sich gründlich auf diesen Termin vorzubereiten.

 

Einstufung durch den MDK nach Punkten

Der MDK vergibt bei der Begutachtung gemäß § 15 SGB XI maximal 100 Punkte. Die Einstufung in den Pflegegrad 3 erfolgt bei einer Punktezahl zwischen 47,5 und 70 Punkten. Diese ermittelt der MDK in sechs verschiedenen Kategorien, die prozentual unterschiedlich in die Gesamtpunktzahl einfließen:

Mobilität10 %
kognitive und kommunikative Fähigkeiten7,5 %
Verhaltensweisen und psychische Problemlagen7,5 %
Selbstversorgung40 %
Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen20 %
Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakt15 %


Von den Kriterien 2 und 3 wird allerdings nur die Kategorie mit der höheren Punktzahl bei der Ermittlung der Gesamtpunktzahl gewertet.

 

Vorbereitung auf den Begutachtungstermin

Da Sie keinen gezielten Antrag auf einen Pflegegrad stellen, ist es wichtig, die Alltagssituation detailliert wiederzugeben und potenzielle Herausforderungen als solche zu benennen. Hierzu halten Sie alle ärztlichen Gutachten und Befunde bereit. Zudem ist es hilfreich, ein Pflegetagebuch zu führen, in dem Sie neben den erforderlichen Pflegemaßnahmen auch den zeitlichen Aufwand festhalten.

Entspricht die Einstufung letztlich nicht Ihren Vorstellungen, haben Sie nach Erhalt des Bescheids vier Wochen Zeit für einen Widerspruch.

Leistungen im Pflegegrad 3

Die vielfältigen Leistungen der Pflegekasse unterscheiden sich in den Pflegegraden 2 bis 5 nicht hinsichtlich der Art, wohl aber in ihrer Höhe.

 

Pflegegeld – Aufwandsentschädigung für pflegende Angehörige

Das Pflegegeld wird durch die Pflegekasse direkt an die versicherte Person ausgezahlt, die frei über die Summe verfügen kann. In der Regel gibt diese das Geld an pflegende Angehörige als eine Aufwandsentschädigung weiter. Bei einem Pflegegrad 3 liegt die Summe hier bei 545 Euro monatlich.

 

Pflegesachleistungen

Pflegesachleistungen werden durch professionelle ambulante Pflegedienste ausgeführt. Diese rechnen ihre Kosten direkt mit der Pflegekasse ab. Der monatliche Maximalbetrag, den die Pflegekasse hier für einen Pflegegrad 3 trägt, beläuft sich auf 1.298 Euro.

Nicht genutzte Pflegesachleistungen können Sie entweder über den Umwandlungsanspruch für Betreuungsleistungen nutzen oder damit das Pflegegeld prozentual anteilig aufstocken.

 

Umwandlungsanspruch – mehr Geld für Betreuungsleistungen

Nutzen Sie die Pflegesachleistungen monatlich nicht vollständig aus, besteht die Möglichkeit, bis zu 40 Prozent der Leistung, d. h. maximal 519,20 Euro monatlich, für Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu nutzen. Damit können vor allem auch pflegende Angehörige zusätzlich entlastet werden.

 

Kombinationsleistungen – optimale Nutzung von Pflegegeld und Pflegesachleistungen

Grundsätzlich stehen Versicherten entweder Pflegegeld oder Pflegesachleistungen zu. Das Pflegegeld verringert sich dabei jeweils prozentual anteilig um die genutzten Sachleistungen.

Nutzen Sie beispielsweise monatlich 65 Prozent der Pflegesachleistungen für einen ambulanten Pflegedienst, erhalten Sie noch 35 Prozent des Pflegegeldes. Dieser Betrag kann monatlich feststehen oder immer wieder aufs Neue nach Bedarf ermittelt werden, sodass die Pflegekasse Ihnen automatisch den Restbetrag des Pflegegeldes überweist.

 

Entlastungsbetrag – finanzielle Unterstützung bei Haushaltshilfen & Co.

Der Entlastungsbetrag ist eine Leistung, die die Pflegekasse unabhängig vom Pflegegrad monatlich in Höhe von 125 Euro aufwandsbezogen für unterstützende Pflegetätigkeiten bereitstellt, um zum einen pflegende Angehörige zu entlasten, zum anderen die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person zu erhalten oder zu fördern. Sie können den Betrag nutzen für:

  • Einkaufs- oder Haushaltshilfen
  • Hilfe bei Behördengängen oder Arztterminen
  • Begleitung bei Spaziergängen oder sozialen Kontakten
  • Kosten für Institutionen, die das Training geistiger oder körperlicher Tätigkeiten fördern

Möglich ist auch eine Finanzierung des Eigenanteils bei der Tages- oder Nachtpflege oder der Verhinderungspflege über den Entlastungsbetrag.

Den Entlastungsbetrag brauchen Sie nicht monatlich in Anspruch zu nehmen, sondern können die Leistungen auch rückwirkend bis zum Ende des ersten Halbjahres des Folgejahres beantragen.

 

Kurzzeitpflege – nach Klinikaufenthalten

Die Kurzzeitpflege richtet sich an Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad 3, bei denen der Pflegebedarf z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt gegeben ist. Der jährliche Zuschuss ist hier auf 1.612 Euro und maximal 28 Kalendertage begrenzt.

Die Leistungen für die Kurzzeitpflege können Sie aufstocken, indem Sie ungenutzte Leistungen der Verhinderungspflege für die Kurzzeitpflege nutzen. So lässt sich die maximale Summe auf bis zu 3.224 Euro für maximal 56 Tage im Jahr erhöhen.

Das Pflegegeld der Versicherten reduziert sich in der Zeit der Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege auf die Hälfte.

 

Ersatz- und Verhinderungspflege – bei temporärer Abwesenheit

Die Ersatz- und Verhinderungspflege dient im Wesentlichen der Vertretung pflegender Angehöriger, wenn diese beispielsweise aufgrund eines Urlaubs temporär verhindert sind und ein ambulanter Pflegedienst die Pflegetätigkeiten übernimmt. Die Pflegekasse leistet hier einen Zuschuss von maximal 1.612 Euro an 28 Kalendertagen jährlich.

Haben Sie keinerlei Leistungen aus der Kurzzeitpflege genutzt, lässt sich diese zu 50 Prozent auf die Verhinderungspflege übertragen, sodass der Anspruch auf maximal 2.418 Euro an 42 Kalendertagen jährlich steigt.

Wie auch bei der Kurzzeitpflege reduziert sich der Anspruch auf das Pflegegeld in der Zeit der Verhinderungspflege auf die Hälfte.

Führt eine oder ein Angehörige*r die Verhinderungspflege anstelle eines professionellen Pflegedienstes aus, steht diesem oder dieser maximal das 1,5-Fache des Pflegegeldes, d. h. 817,50 Euro im Pflegegrad 3, zu.

 

Tages- und Nachtpflege – ideal für Demenzerkrankte

Vor allem Demenzkranke benötigen eine durchgehende Betreuung. Angehörige können diese z. B. aus beruflichen Gründen nicht immer leisten. Auch das unruhige Schlafverhalten von Menschen mit Demenz kann zu einer erheblichen Belastung führen, die pflegende Angehörige zusätzlich fordert und überfordert.

Hier greift die Tages- oder Nachtpflege, die Pflegebedürftigen einen Aufenthaltsort mit gemeinsamen Aktivitäten und Mahlzeiten bzw. nächtliche Betreuung bietet. Die Pflegekasse trägt die Kosten von bis zu 1.298 Euro je Monat. Inklusive sind auch die Fahrtkosten für das Abholen und Bringen der pflegebedürftigen Person. Verpflegungs- und Unterbringungskosten hingegen müssen durch den oder die Versicherte*n selbst getragen werden.

 

Zuschuss für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind

Als Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, gelten beispielsweise Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen oder auch Desinfektionsmittel. Während medizinisch notwendige Hilfsmittel wie Rollatoren über eine ärztliche Verordnung mit der Krankenkasse abgerechnet werden, bezuschusst die Pflegekasse die Verbrauchsmittel mit bis zu 40 Euro monatlich.

Die Abrechnung erfolgt entweder über das Einreichen von Rechnungen oder einen Versorgungsvertrag mit einer Apotheke. Diese kann die Leistungen dann direkt mit der Pflegekasse abrechnen.

 

Wohnraumanpassung – finanzielle Förderung der Barrierefreiheit im Wohnumfeld

Um den möglichst langen Verbleib im häuslichen Wohnumfeld zu gewährleisten, unterstützt die Pflegekasse bauliche Maßnahmen, die zur Barrierefreiheit beitragen, mit bis zu 4.000 Euro je Maßnahmenpaket.

Das bedeutet nicht, dass beliebig viele Umbauten jeweils mit 4.000 Euro bezuschusst werden. Verschlechtert sich die Situation der pflegebedürftigen Person allerdings, sodass weitere Umbauten erforderlich sind, kann eine weitere Finanzierung erfolgen.

 

Pflegegrad 3 in der vollstationären Pflege

Die Pflege von Menschen mit einem Pflegegrad 3 geht nicht selten mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand einher. Nicht immer gibt es Angehörige, die diesen leisten können oder wollen, sodass mit Eintreten der Pflegebedürftigkeit der Umzug in ein Pflegeheim ansteht. Die Pflegekasse trägt hier die monatlichen Pflegekosten von maximal 1.262 Euro.

Daneben gibt es einen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil, der für alle Bewohner*innen einer Einrichtung in gleicher Höhe anfällt. Im bundesweiten Durchschnitt liegt dieser bei rund 580 Euro. Hinzu kommen Kosten für die Unterbringung, Verpflegung und anteilige Investitionskosten. Die Höhe des Gesamteigenanteils, der von den Versicherten aus eigener Tasche getragen werden muss, variiert durchaus stark von Einrichtung zu Einrichtung , meist übersteigt er jedoch 1.500 Euro.

 

Wohngruppenzuschuss – gemeinsame Organisation von Pflegeleistungen

Eine Alternative zum Einzug in das Pflegeheim kann der Umzug in eine Wohngruppe sein. Als vorteilhaft erweist sich hier die Möglichkeit einer gemeinsam organisierten Pflege. Um diese finanziell zu sichern, stehen Mitgliedern von Wohngruppen monatlich 214 Euro zur Beschäftigung einer Organisationskraft zu.

Die Pflegekasse unterstützt notwendige Umbauten, die der Barrierefreiheit dienen, darüber hinaus mit maximal 16.000 Euro, d. h. für höchstens vier Bewohner*innen mit einem anerkannten Pflegegrad ab 2. Hinzu kommt unter Umständen ein einmaliger Gründungszuschuss in Höhe von 2.500 Euro, d. h. maximal 10.000 Euro je Wohngruppe.

 

Betrieb des Hausnotrufes – Steigerung der Sicherheit

Auch bei der Pflege durch Angehörige ist die permanente Aufsicht der pflegebedürftigen Person nicht gegeben. Schnell kann ein Sturz schlimme Folgen haben. Um das Risiko hier zu verringern, empfiehlt sich die Installation eines Hausnotrufsystems, durch das im Notfall ein Rettungsdienst zu Hilfe eilen kann. Die Pflegekasse trägt neben einem einmaligen Zuschuss von 10,49 Euro zur Installation die monatlichen Betriebskosten in Höhe von bis zu 23 Euro mit.

 

Beratung und Pflegekurse für Angehörige und Pflegebedürftige

Pflegen ausschließlich Angehörige eine Person, ist die Beratung durch eine professionelle Pflegekraft zweimal jährlich verpflichtend. Wer diese Termine versäumt, läuft Gefahr, dass die Leistungen gekürzt werden. Kommt regelmäßig ein Pflegedienst ins Haus, erfolgt die Beratung auf freiwilliger Basis. Das Ziel ist stets, die optimale Pflegequalität sicherzustellen.

Doch auch die pflegebedürftigen Personen selbst können Beratungsangebote, etwa zum barrierefreien Umbau der Wohnung, nutzen.

Ein drittes kostenloses Angebot sind Pflegekurse, in denen Angehörige Tipps zur richtigen Pflege und Versorgung erhalten. Die Schulung erfolgt jeweils praxisnah im häuslichen Umfeld anhand der individuellen Pflegesituation.

Leistungen Pflegegrad 3 im Überblick

Leistung Höhe der Leistung Häufigkeit der Zahlung
Pflegegeld 545 € monatlich
Pflegesachleistungen 1.298 € monatlich
Entlastungsbetrag 125 € monatlich oder rückwirkend bis zum Ende des 1. Halbjahres des Folgejahres für das vergangene Jahr
Tages- und Nachtpflege 1.298 € monatlich
Kurzzeitpflege 1.612 € jährlich
Ersatz- und Verhinderungspflege 1.612 € jährlich
vollstationäre Pflege 1.262 € monatlich
Pflegehilfsmittel 40 € monatlich
Hausnotruf 23 € monatlich zzgl. einmaliger Pauschale zur Einrichtung
Wohnraumanpassung 4.000 € je Maßnahme
Wohngruppenzuschuss 214 € monatlich

Weitere Entlastung pflegender Angehöriger

Die Pflege Angehöriger geht bei steigendem Pflegegrad auch mit einer zunehmenden Belastung einher. Das Leistungsangebot der Pflegekassen soll hier zur Entlastung beitragen. Darüber hinaus stehen Ihnen weitere Möglichkeiten zur Verfügung, um auch finanzielle Einbußen, die sich beispielsweise aus einer eingeschränkten Erwerbstätigkeit ergeben, abzufedern.

 

Steuerliche Berücksichtigung der Pflegetätigkeit

Für die Pflege steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen ein Pflege-Pauschbetrag zu. Dieser dient vor allem dazu, die nicht zu beziffernden Aufwendungen für die Pflege abzudecken. Für den Pflegegrad 3 liegt dieser seit Januar 2021 bei 1.100 Euro.

Liegen die Ausgaben darüber, lässt sich die Pflege Angehöriger durch das Einreichen von Belegen als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Entscheidend ist dabei, dass ein Nachweis über die entstandenen Kosten vorliegt.

Haushaltsnahe Dienstleistungen, die zur weiteren Entlastung beitragen, können Sie ebenfalls in Höhe von 20 Prozent der tatsächlich entstandenen Kosten bis zu einem Maximalbetrag von 4.000 Euro jährlich von der Steuer abziehen.

Anrechnung der Pflegezeit auf die Rente

Wer in der Vergangenheit die eigene berufliche Tätigkeit eingeschränkt hatte, um Angehörige zu pflegen, nahm Einbußen beim Rentenerwerb in Kauf. Um das zu kompensieren, hat der Gesetzgeber mittlerweile festgelegt, dass die nicht erwerbsmäßige Pflege Angehöriger, die einen Umfang von 10 Stunden an mindestens zwei Tagen in der Woche übersteigt und mit einer Erwerbstätigkeit von maximal 30 Stunden einhergeht, auf die Rente angerechnet werden kann.

Pflegegradbezogene LeistungRentenzahlbetrag West/MonatRentenzahlbetrag Ost/Monat
3Pflegegeld
Kombinationsleistung
Sachleistung
13,29 €
11,29 €
9,30 €
12,68 €
10,77 €
8,87 €

Quelle: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Familie-und-Kinder/Angehoerige-pflegen/angehoerige-pflegen.html

Hinzu kommt eine teilweise Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge unter bestimmten Voraussetzungen.

Weiterführende Informationen und hilfreiche Links

Weitere Informationen rund um die Pflege auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege.html

Eine erste Berechnung der möglichen Pflegeleistungen erfolgt über den Pflegeleistungsrechner: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/pflegeleistungs-helfer.html

Mehr zur Antragstellung für die Einstufung in einen Pflegegrad inklusive Checkliste zur Vorbereitung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegegrade.html

Eine Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zur Rente für Pflegepersonen: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/rente_fuer_pflegepersonen.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Die Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit im SGB XI: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__15.html

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2021-08-11T16:00:22+02:0012. April 21|Pflegegesetz & Pflegerecht|