Per Mail teilen

Grundpflege

Die Grundpflege bezeichnet den Teil der Unterstützung pflegebedürftiger Personen, der die grundlegenden Bereiche des Alltags abdeckt – Körperpflege, Ernährung und Mobilität. Anders als die auf den medizinischen Bereich fokussierte Behandlungspflege können auch Laien die Grundpflege durchführen. In Abhängigkeit von dem Ort der Pflegeleistungen (häusliches Umfeld oder innerhalb einer Einrichtung) sowie der Professionalität der Pflegekräfte erstattet die Pflegekasse Kosten auf unterschiedliche Weise. Wir haben das Wichtigste rund um die Grundpflege für Sie zusammengefasst.

Verwandte Artikel/Empfehlungen

Inhaltsverzeichnis

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Was bedeutet Grundpflege?
  • Leistungen der Grundpflege nach SGB XI
  • Grundpflege nach SGB V
  • Unterstützungsformen in der Grundpflege
  • Wer darf die Grundpflege durchführen?
  • Kosten der Grundpflege
  • Finanzierung der Grundpflege
  • Hilfsmittel für die Grundpflege nutzen
  • Weiterführende Informationen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Grundpflege bezeichnet die Unterstützung bei der Verrichtung der täglichen Alltagsroutinen. Wesentliche Bereiche sind hier die Körperpflege, Ernährung, Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung.
  • Die Grundpflege kann im häuslichen Umfeld, teilstationär oder vollstationär in einer Pflegeeinrichtung erfolgen. Neben qualifizierten Fachkräften können auch Angehörige oder Nachbarn die Leistungen der Grundpflege ausführen.
  • Die Kosten für die Grundpflege trägt teilweise die Pflegekasse (bzw. Krankenversicherung). Je nach Professionalität der Pflegeperson erfolgt die Abrechnung über die Pflegesachleistungen oder das Pflegegeld.

Was bedeutet Grundpflege?

Die Grundpflege zeichnet sich durch grundlegende, meist wiederkehrende Handlungen im Bereich der Kranken-, Alten- und Heilerziehungspflege aus. Damit bleibt sie nicht auf eine spezielle Personengruppe begrenzt, sondern steht allen Menschen zu, die wichtige Grundbedürfnisse nicht selbst verrichten können. Grundlage hierfür ist die Definition der Pflegebedürftigkeit nach § 14 SGB XI.

Die Bereiche der Grundpflege untergliedern sich in die Körperpflege, Ernährung und Mobilität sowie nicht-medizinische Pflegetätigkeiten aus dem Bereich des täglichen Lebens. Die Grundpflege ist als Teil der häuslichen Krankenpflege nach SGB XI definiert.

Grundpflege – ein veralteter Begriff?

Entstanden ist der Begriff der Grundpflege 1967 aufgrund einer ungenauen Übersetzung aus dem Englischen, gilt heute jedoch im Wesentlichen als veraltet. Die Pflegewissenschaft fokussiert sich inzwischen auf einen ganzheitlichen Ansatz, dem der Dualismus von körperlicher und medizinischer Versorgung zuwiderläuft.

Trotz der anhaltenden Debatte fanden die Begriffe Grund- und Behandlungspflege Eingang in das Sozialgesetzbuch. Erst mit dem Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 wurde die Bezeichnung der Grundpflege durch die Umschreibungen „körperbezogene Pflegemaßnahmen“ und „pflegerische Betreuungsmaßnahmen“ ersetzt.

Der Unterschied zwischen Grundpflege und Behandlungspflege

Während die Grundpflege Körperpflege, Ernährung und Mobilität umfasst, beschreibt die Behandlungspflege die Durchführung von medizinischen Handlungen. Dazu gehören zum Beispiel das Verabreichen von Medikamenten, Verbandswechsel oder auch Injektionen. Die Behandlungspflege zielt damit vor allem auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes einer pflegebedürftigen Person ab. Dieser Bereich darf ausschließlich von fachlich geschultem und qualifiziertem Personal durchgeführt werden.

Leistungen der Grundpflege nach SGB XI

Das Bundesgesundheitsministerium schreibt die Aufgaben der Grundpflege den folgenden Bereichen zu:

  • „Bereich der Körperpflege: Hilfe beim Waschen, Duschen, Baden, bei der Zahnpflege, beim Kämmen, Rasieren sowie bei der Darm- und Blasenentleerung
  • Bereich der Ernährung: Hilfe bei der mundgerechten Zubereitung und Nahrungsaufnahme
  • Bereich Mobilität: Hilfe beim Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen sowie Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung/Pflegeeinrichtung“

Die hauswirtschaftliche Versorgung und Hilfen bei der Durchführung ärztlicher Verordnungen (zum Beispiel die Versorgung mit Medikamenten) zählen nicht dazu. Die einzelnen Bereiche umfassen konkret folgende Tätigkeiten:

Körperpflege

  • Waschen (Ganzkörperwäsche oder Waschen von Teilbereichen an einer Waschschüssel, am Waschbecken, in der Badewanne oder in der Dusche, bei Bedarf auf einem Stuhl/Hocker sitzend oder im Bett liegend)
  • Haarpflege
  • Rasur
  • Pflege von Zähnen und/oder Zahnersatz
  • Hilfe beim Wasserlassen und Stuhlgang (z. B. Intimhygiene, Reinigung und Versorgung von Katheter bzw. künstlichem Blasen- oder Darmausgang, Wechseln von Inkontinenzeinlagen, Windeln etc., Trainieren der Kontinenz, Säubern des Toilettenstuhls)

Ernährung

  • Mundgerechtes Zerkleinern von Speisen
  • Getränke einfüllen
  • Speisen und Getränke anreichen
  • Spezielle Nahrung zubereiten
  • Nahrung per Ernährungssonde verabreichen

Lebensmitteleinkäufe sowie die Planung und Zubereitung von Mahlzeiten gehören nicht zur Grundpflege!

Mobilität

  • Hilfestellung beim Aufstehen und Zubettgehen, beim Gehen, Stehen und Treppensteigen, beim Verlassen des Hauses usw.

Prophylaxe als Pflegestandard

Damit sich aus vorhandenen Einschränkungen keine weiterführenden Erkrankungen bilden, gehören Maßnahmen zur Prophylaxe zum Pflichtprogramm bei der Grundpflege. Diese Standards umfassen z. B. die Prophylaxe von:

  • Dekubitus (Wundliegen), durch regelmäßiges Umlagern
  • Thrombose (Entstehung von Blutgerinnseln), z. B. durch Umlagerung oder Krankengymnastik
  • Exsikkose (Austrocknung des Körpers), z. B. Trinken erleichtern und fördern
  • Obstipation (Verstopfung), z. B. Bewegung, Flüssigkeitszufuhr und ausgewogene Ernährung
  • Kontrakturen (Muskelverkürzungen), z. B. durch Umlagerung oder Krankengymnastik
  • Pneumonie (Lungenentzündung), z. B. Atemgymnastik, Absaugen oder Aushusten, langsames Laufen
  • Intertrigo (nässende und juckende Stellen in Hautfalten), z. B. Mobilität erhalten, Hautfalten trocken halten, regelmäßiges Waschen
  • Soor / Parotitis (Pilzerkrankung und Ohrspeicheldrüsenentzündung), z. B. durch ausreichendes Trinken, Mundhygiene, Speichelproduktion anregen

Zur Förderung der Fähigkeiten im Alltag eignen sich z. B. Ess- und Toilettentrainings, Gedächtnistraining, Hilfe bei sozialen Kontakten, Übungen der Körperpflege.

Kombinierte Leistungskomplexe

Nach dem Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 wurden zahlreiche Leistungen zu sogenannten Leistungskomplexen zusammengefasst. Zwei besonders relevante dieser Pakete sind die kleine und große Grundpflege:

Inhalte der kleinen Grundpflege

  • Hilfe beim Waschen von Gesicht, Oberkörper und Intimbereich
  • Bereitlegen der Kleidung, Hilfe beim An- und Ausziehen
  • Mund- und Zahnpflege, Reinigung der Zahnprothesen
  • Toilettengänge mit Hilfestellung auf dem WC oder im Bett

Inhalte der großen Grundpflege

Die große Grundpflege umfasst für gewöhnlich alle Tätigkeiten der kleinen Grundpflege sowie die weiteren Bereiche:

  • Baden / Duschen
  • Haare waschen
  • Haut- und Nagelpflege

Grundpflege nach SGB V

Neben dem SGB XI spielt das SGB V eine Rolle für die Grundpflege. Die häusliche Krankenpflege und eine stationäre Krankenhausbehandlung fallen unter die Leistungen der Krankenversicherung und gelten für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen. In dieser Zeit steht Ihnen zudem eine Haushaltshilfe zu. Die Leistungen werden per ärztlichem Rezept verschrieben. Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall nicht über die Pflegekasse, sondern über die Krankenversicherung.

Unterstützungsformen in der Grundpflege

Ein wesentliches Ziel pflegerischer Tätigkeiten ist der Erhalt der Selbstständigkeit pflegebedürftiger Personen. Entsprechend sollten diese möglichst viele Aufgaben eigenständig durchführen, während Sie als Angehörige*r nur intervenieren, wenn Hilfe wirklich nötig ist und Tätigkeiten nicht mehr selbstständig durchgeführt werden können. Entsprechend unterscheidet die Pflege fünf unterschiedliche Unterstützungsformen:

BeaufsichtigungDie Pflegeperson beobachtet und kontrolliert die Durchführung der Aktivitäten lediglich.
UnterstützungDie Pflegeperson stellt Gegenstände oder auch Hilfsmittel bereit, sodass die pflegebedürftige Person Tätigkeiten eigenständig durchführen kann.
AnleitungDie Pflegeperson stellt die richtige Durchführung von Tätigkeiten sicher. Auch Erklärungen sind Teil der Unterstützung.
Teilweise ÜbernahmeDie Pflegeperson übernimmt Teile der Tätigkeit, die die pflegebedürftige Person nicht selbst durchführen kann.
Vollständige ÜbernahmeDie Pflegeperson übernimmt die Tätigkeit, ohne dass die pflegebedürftige Person einen aktiven Beitrag leistet.

Wer darf die Grundpflege durchführen?

Grundsätzlich darf jede Person Leistungen der Grundpflege durchführen. Das können Nachbarn, Angehörige oder Freunde sein ebenso wie geschultes Fachpersonal. Im Rahmen der stationären Pflege kommen fast ausschließlich examinierte Pflegekräfte zum Einsatz.

Die Pflegekraft oder Pflegeperson hat dabei die Aufgabe, die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung (Prüfung) der Grundpflege sicherzustellen. Da die Pflege stets einen Eingriff in die Intimsphäre darstellt, ist es vor allem wichtig, dass sich die pflegebedürftige Person wohlfühlt.

Kosten der Grundpflege

Die Kosten der Grundpflege variieren vor allem durch die Qualifikation der Pflegekraft. Im Gegensatz zur Behandlungspflege ist der Ausbildungsanspruch geringer, sodass auch angelernte Kräfte, Nachbarn oder Angehörige die Grundpflege übernehmen können. Es gibt nicht nur einen Unterschied in der Höhe der Kosten, sondern auch in der Art der Kostenerstattung durch die Pflegekasse.

Berechnung der Kosten durch die Pflegeversicherung

Bis 2017 galt die sogenannte Pflegezeitbemessung als Grundlage für die Bewilligung einer Pflegestufe. Diese ermittelte, wie viel Zeit Pflegepersonen täglich für die Pflege aufbringen müssen. Anhand dessen erfolgte dann die Zuordnung zu einer Pflegestufe.

Durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz, das fortan nicht mehr nur körperliche, sondern auch kognitive und psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt, erfolgte eine Abkehr der bisherigen zeitlichen Bemessungsgrundlagen zugunsten von einzelnen Leistungskomplexen, die mithilfe eines Punktesystems bewertet werden.

Die Höhe der Kosten dieser Leistungskomplexe variiert von Bundesland zu Bundesland, da die Pflegedienste hier unterschiedliche Rahmenverträge und Vergütungsvereinbarungen mit den Pflegekassen abschließen. Auch sind bundeslandabhängig nicht in jedem Leistungskomplex die gleichen Inhalte gegeben.

Ein Beispiel für einen Leistungskatalog, den der BKK-Dachverband veröffentlicht hat, zeigt die folgende Tabelle.

Grundpflege
Ganzwaschung (Waschen, Duschen, Baden)26,23 €
Teilwaschung14,04 €
Unterstützung und Hilfestellung bei Ausscheidungen6,40 €
Selbstständige Nahrungsaufnahme6,40 €
Hilfe bei der Nahrungsaufnahme (Hauptmahlzeit)16,01 €
Sondenkost6,40 €
Lagern und Betten6,40 €
Mobilisation11,52 €
Verbundene Leistungskomplexe: Große Grundpflege (Waschen/Duschen/Baden)38,98 €
Verbundene Leistungskomplexe: reduzierte Große Grundpflege (Waschen/Duschen/Baden)28,76 €
Verbundene Leistungskomplexe: Kleine Grundpflege28,76 €
Verbundene Leistungskomplexe: reduzierte Kleine Grundpflege18,54 €
Verbundene Leistungskomplexe: Große Grundpflege (ohne Nahrungsaufnahme)33,25 €
Verbundene Leistungskomplexe: Große Grundpflege (mit Nahrungsaufnahme)47,29 €
Verbundene Leistungskomplexe: Kleine Grundpflege (ohne Nahrungsaufnahme)22,35 €
Verbundene Leistungskomplexe: Kleine Grundpflege (mit Nahrungsaufnahme)37,07 €
Kleine pflegerische Hilfestellung 16,40 €
Kleine pflegerische Hilfestellung 26,40 €
Verbundene Leistungskomplexe: Kleine pflegerische Hilfestellung 1 und 210,84 €
Betreuungsleistungen/häusliche Betreuung – Alternativer Stundensatz
Pflegerische Betreuung0,64 € / min
Hilfe bei der Sicherstellung der selbstverantworteten Haushaltsführung0,64 € / min
Hauswirtschaftliche Versorgung
Behördengänge und Arztbesuche22.17 €
Beheizen des Wohnbereiches3,69 €
Einkaufen9,24 €
Zubereiten von warmen Speisen9,24 €
Reinigen der Wohnung33,25 €
Waschen und Pflegen der Wäsche und Kleidung22,17 €
Verbundene Leistungskomplexe: Große hauswirtschaftliche Versorgung46,80 €
Kleine pflegerische Hilfestellung 44,93 €
Wegegebühren
Hausbesuchspauschale4,30 €


Quelle: BKK Dachverband (https://pflegefinder.bkk-dachverband.de/details/index.php?uid=500550164_45699_hos_a)

Finanzierung der Grundpflege

Bei der Finanzierung der Grundpflege kommt es maßgeblich darauf an, wer die Pflegetätigkeiten durchführt. Die Pflegekasse erstattet anfallende Kosten dann über das Pflegegeld, die Pflegesachleistungen oder eine Kombination aus beiden Formen. Für ihre Abrechnung legen Pflegedienste die Leistungskomplexe zugrunde, was die Abrechnung mit der Pflegekasse deutlich vereinfacht.

Pflegegeld bei der Pflege durch eine*n Angehörige*n

In vielen Fällen übernehmen Angehörige die Grundpflege. Unter diesen Umständen besteht bei der Pflegekasse kein Anspruch auf Sachleistungen. Stattdessen erhält die pflegebedürftige Person ab Pflegegrad 2 das Pflegegeld, welches für gewöhnlich an die Pflegeperson weitergegeben wird und somit als Aufwandsentschädigung dient.

Pflegegrad 10 Euro
Pflegegrad 2316 Euro
Pflegegrad 3545 Euro
Pflegegrad 4728 Euro
Pflegegrad 5901 Euro


Hinzu kommt unabhängig vom Pflegegrad ein monatlicher Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro, den Sie bei der Pflegekasse geltend machen können.

Übernahme der Grundpflege durch einen Pflegedienst

Eine Alternative zur Pflege durch Angehörige ist ein ambulanter Pflegedienst, der die Grundpflege der pflegebedürftigen Person im häuslichen Umfeld vollzieht. In diesem Fall erfolgt die Abrechnung ab einem Pflegegrad 2 direkt über die Pflegesachleistungen der Pflegekasse.

Neben dem Entlastungsbetrag, der wie auch beim Pflegegeld unabhängig vom Pflegegrad für die häusliche Unterstützung aufgewendet werden kann, besteht die Möglichkeit, Leistungen der Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege zu nutzen, wenn Sie als Angehörige*r temporär verhindert sind.

Pflegegrad 10 Euro
Pflegegrad 2689 Euro
Pflegegrad 31.298 Euro
Pflegegrad 41.612 Euro
Pflegegrad 51.995 Euro


Teil. oder vollstationäre Grundpflege

Die Grundpflege ist ebenfalls Bestandteil der teil- oder vollstationären Pflege. Für die teilstationäre Pflege im Rahmen der Tages- oder Nachtpflege, die bei demenzkranken Menschen häufig genutzt wird, stehen weitere Beträge zur Verfügung, die noch einmal der Höhe der Sachleistungen entsprechen. Allerdings erfolgt keine Anrechnung auf in Anspruch genommene Sachleistungen, sodass Pflegekosten in der teilstationären Pflege zusätzlich durch die Pflegekasse finanziert werden, sofern es einen plausiblen Grund für die Leistungen gibt.

Ist eine vollstationäre Pflege in einer Pflegeeinrichtung erforderlich, gibt es eine weitere Differenzierung einzelner Pflegegrade. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Pflegekasse ausschließlich die Pflegekosten bis zum genannten Maximalbetrag trägt, die Kosten für Kost und Logis jedoch einen Eigenanteil der pflegebedürftigen Person darstellen. Dieser kann monatlich durchaus auch 2.000 Euro oder mehr betragen.

Pflegegrad 10 Euro
Pflegegrad 2770 Euro
Pflegegrad 31.262 Euro
Pflegegrad 41.775 Euro
Pflegegrad 52.005 Euro


Grundpflege durch eine 24-Stunden-Kraft

Oft ist die Einstellung einer 24-Stunden-Kraft, auch geläufig unter der Bezeichnung „polnische Pflegekraft“, eine Möglichkeit, dass eine pflegebedürftige Person weiterhin in den eigenen vier Wänden wohnen kann, gleichzeitig jedoch die Versorgung sichergestellt ist.

Nur selten verfügen diese Pflegekräfte, die für gewöhnlich in die Wohnung oder das Haus einziehen und so rund um die Uhr vor Ort sind, über eine Ausbildung, die der Qualifikation einer examinierten Pflegekraft entspricht. Damit ist es ihnen untersagt, Leistungen der Behandlungspflege durchzuführen, für die gegebenenfalls ein Pflegedienst engagiert werden muss.

Wohl aber erbringen die 24-Stunden-Kräfte die Leistungen der Grundpflege – und sind bei steigendem Pflegebedarf verhältnismäßig günstiger als ein ambulanter Pflegedienst, der mehrmals täglich kommt. Darüber hinaus ist die dauerhafte Anwesenheit der Unterstützungsperson für pflegebedürftige Personen sinnvoll, die beispielsweise Hilfe bei Toilettengängen benötigen, jedoch nicht immer ein*e Angehörige*r vor Ort ist.

Hilfsmittel für die Grundpflege nutzen

Immer wieder gibt es Faktoren, die die Pflege erschweren. Das kann beispielsweise das hohe Gewicht der Pflegeperson sein, Lähmungserscheinungen oder eine fortgeschrittene Demenz. Das führt zu neuen Herausforderungen bei der Pflege. Benötigen Sie Hilfsmittel, um die Pflegetätigkeit überhaupt bewerkstelligen zu können, stehen Ihnen weitere Gelder für Anpassungsmaßnahmen im eigenen Wohnraum zu. So kann die pflegebedürftige Person möglichst lange im häuslichen Umfeld leben – unabhängig davon, wer die Grund- und gegebenenfalls auch die Behandlungspflege übernimmt.

Weiterführende Informationen und hilfreiche Links

Ein Ratgeber der Stiftung Warentest über die notwendigen Schritte, wenn ein Pflegefall eintritt – inklusive Hinweisen zur Entlastung pflegender Angehöriger: https://www.test.de/shop/gesundheit-kosmetik/schnelle-hilfe-im-pflegefall-sp0472/

Informationen zu den Pflegegraden vom Bundesgesundheitsministerium: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegegrade.html#c4793

Definition des Pflegebedürftigkeitsbegriffes nach § 14 SGB XI: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__14.html

Beispiele für Leistungskataloge aus den Bundesländern: https://drk-pflegeservice.de/ambulante-pflege/preise/ und http://www.krankenpflege-candidus.de/wp-content/uploads/2018/06/LK_01_01_20.pdf

Bleiben Sie heldenhaft informiert!

Ja, ich möchte exklusive Informationen rund um das Thema Pflege, die Pflegefinanzierung sowie nützliche Checklisten und Tipps. Ich stimme hiermit der Verarbeitung meiner Kontaktdaten zu und nehme die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis. Abmeldung und Widerruf sind jederzeit möglich.

2021-03-22T12:21:53+01:00März 4th, 2021|Altenpflege & Wohnen im Alter|