Leben im Alter
16 Mai 21

Seniorensport

2021-08-11T15:37:02+02:0016. Mai 21|Leben im Alter|

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Seniorensport

Regelmäßige Bewegung fördert die Mobilität und ist unabhängig vom Alter ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsfürsorge. Das gilt keineswegs nur für junge Menschen, auch Senior*innen und Pflegebedürftige können sich noch sportlich betätigen. Unter Berücksichtigung des eigenen Gesundheitszustandes bringt die Ertüchtigung vor allem in Gesellschaft Spaß und steigert die sozialen Kontakte. Für Sport ist es nie zu spät!

Das Wichtigste in Kürze

  • Seniorensport trägt im Alter zum Erhalt der körperlichen Aktivität bei und verringert das Risiko zahlreicher Erkrankungen. Gleichzeitig fördert die sportliche Betätigung die kognitiven Fähigkeiten, sodass sich z. B. auch die Gefahr reduziert, an Demenz zu erkranken.
  • Die körperliche Betätigung im Alter sollte dabei individuell an die eigene Konstitution angepasst sein. Vor Beginn ist es daher sinnvoll, mit dem Arzt oder der Ärztin über mögliche Einschränkungen zu sprechen.
  • Im Gegensatz zum Sport in jungen Jahren arbeitet Seniorensport nur mit moderaten Belastungen und einer langsamen Steigerung der Leistungsfähigkeit. Auch sollte der Spaß an der Bewegung dabei nicht zu kurz kommen.

Weshalb sollten Senior*innen Sport treiben?

Menschen, die bereits in jungen Jahren sportlich aktiv waren, betreiben auch häufig bis ins hohe Alter eine Sportart. Doch auch alle nicht aktiven Senior*innen tun gut daran, mit regelmäßiger sportlicher Bewegung den körperlichen Einschränkungen des steigenden Alters zu begegnen. Schließlich ist es erwiesen, dass die Muskelkraft und die Leistung des Herzens schon ab dem 30. Lebensjahr nachlassen. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen nehmen über kurz oder lang also Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Schnelligkeit ab. Seniorensport kann diesem Alterungsprozess gezielt entgegenwirken.

Sport hat gleich mehrere Vorteile

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Studien aus Deutschland, den USA und anderen Ländern der Welt, die nachweisen, dass körperliche Aktivitäten die Unabhängigkeit von Senior*innen deutlich steigern können. Folgende positive Effekte sind durch regelmäßigen Sport zu verzeichnen:

  • Sport fördert die körperliche Beweglichkeit und kräftigt die Muskulatur.
  • Die regelmäßige Bewegung regt auch den Geist an.
  • Sport senkt das Risiko von zahlreichen Krankheiten wie Schlaganfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose.
  • Die Elastizität der Gefäße verbessert sich.
  • Der Blutdruck senkt sich.
  • Sport steigert die Stimmung und reduziert durch die Hormonausschüttung das Risiko einer Depression.
  • Das Herz wird gestärkt.
  • Die Gefahr einer Demenzerkrankung verringert sich nachweislich.
  • Der Schlaf verbessert sich.
  • Das Risiko von Stürzen verringert sich durch die größere Stabilität und Beweglichkeit des Körpers.
  • Das Immunsystem verbessert sich, die Anfälligkeit für Infektionen reduziert sich.
  • Durch viel Sport (mindestens 7,5 Stunden wöchentlich) reduziert sich unter Umständen auch das Risiko bestimmter Krebsarten deutlich.

Stürze sind die häufigste Ursache von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit

Schätzungen des Robert Koch-Instituts, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Statistischen Bundesamts gehen davon aus, dass rund 5 Millionen ältere Menschen jährlich stürzen. Nicht selten sind anschließend eine Pflegebedürftigkeit, mindestens aber ein dauerhaft steigender Hilfebedarf die Folge.

Umgekehrt ist körperliche Bewegung eine wahre Anti-Aging-Medizin, durch die sich das Sterberisiko reduziert. Denn mit regelmäßigem Ausdauersport erhöht sich die Aktivität des Zellkern-Enzyms Telomerase, welches die Telomere verlängert und dadurch sogar die Körperzellen verjüngt.

Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert sich

Das Risiko einer koronaren Erkrankung, die als Vorläufer für einen Herzinfarkt gilt, liegt bei Männern bei rund 50, bei Frauen immer noch bei 30 Prozent. Ein gesunder Lebensstil kann dieses Risiko um bis zu 90 Prozent reduzieren. Dazu gehört auch Sport, denn dieser reduziert Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes – also all jene Faktoren, die eine Herzerkrankung begünstigen. Ausdauersport fördert Größe und Stärke des Herzens und steigert damit auch die Sauerstoffversorgung, da das Herz mehr Blut durch den Körper pumpen kann. Expert*innen schätzen, dass sich das Risiko für Herzerkrankungen vor allem durch drei Sportarten um bis zu 20 Prozent verringern lässt:

  • Joggen
  • Schwimmen
  • Radfahren

Daneben dient Kraftsport dem Muskelaufbau, wodurch sich das Risiko von Stürzen verringert und die Gelenke gestärkt werden. Krafttraining sollte rund 20 Prozent der wöchentlichen Bewegung ausmachen (70 Prozent sollten Ausdauersport sein, die restlichen 10 Prozent Aktivitäten, die die Beweglichkeit fördern).

Sport als wirksame Demenzprävention

Schon allein das regelmäßige Spazierengehen verbessert die Vernetzung der Neuronen im Gehirn und steigert die Gedächtnisleistung allgemein, sowie die Lern- und Merkfähigkeit im Speziellen. Studien zufolge reduziert sich das Demenzrisiko bei einem hohen Fitnesslevel sogar um bis zu 88 Prozent.

Das sagen medizinische Expert*innen zu Seniorensport

Rund 2 Milliarden Menschen weltweit bewegen sich allgemein zu wenig, sodass es längst verschiedene Empfehlungen von Ärztinnen und Ärzten, aber auch der WHO gibt. So rät die Deutsche Herzstiftung, sich 4- bis 5-mal wöchentlich für je 30 Minuten intensiv und ausdauernd zu bewegen. Die WHO hingegen spricht sich für mindestens 150 Minuten Bewegung in der Woche aus, während eine Studie aus den USA, die im Journal of the American College of Cardiology veröffentlicht wurde, eine wöchentliche Bewegungsdauer von mindestens 5 Stunden empfiehlt, um das Sitzen von täglich 8 Stunden und mehr zu kompensieren.

Besonderheiten des Seniorensports

Das Training für ältere Menschen ist anders konzipiert als ein anstrengendes und auf Leistung ausgelegtes Work-out für junge Menschen. Der Trainingsschwerpunkt liegt hier auf der behutsamen Stärkung der Muskulatur, ohne dabei auf einen zu hohen Kraftaufwand oder übermäßige Anstrengung zu setzen. Das Ziel ist, durch moderate Belastungen körperliche und geistige Fitness, Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit genauso zu fördern wie die Kondition und Koordination. Nicht selten stellt auch der Ausbau der sozialen Kontakte einen wichtigen Faktor beim gemeinsamen Sporttreiben dar.

Mit dem Seniorensport beginnen

Auch im hohen Alter ist es möglich, mit verschiedenen Sportarten zu starten. Unter Umständen ist allerdings nicht jede Sportart geeignet, wenn beispielsweise Einschränkungen der Wirbelsäule vorliegen oder eine Arthritis in den Knien besteht. Sprechen Sie vorher deshalb mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über mögliche Einschränkungen.

Suchen Sie sich anschließend ein Sportangebot aus, das Ihnen wirklich Freude bereitet. Schließlich geht es nicht um Leistung, sondern der Spaß an der Bewegung sollte klar im Fokus stehen. Stellen Sie fest, dass Ihre Wahl doch nicht die richtige war, scheuen Sie sich nicht, einfach noch ein anderes Sportangebot auszuprobieren.

In der Gemeinschaft macht Sport besonderen Spaß. Vielleicht finden Sie eine passende Sportgruppe, der Sie sich anschließen können. Das hat unter Umständen auch den Vorteil, dass es eine anleitende Person gibt, die auf die richtige Körperhaltung achtet.

Auch Sie selbst sollten Ihren Körper stets im Blick haben. Verspüren Sie Schmerzen oder Unwohlsein durch Krämpfe, suchen Sie einen Arzt oder eine Ärztin auf, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Überanstrengen Sie sich bei aller anfänglichen Euphorie nicht. Pausen sind wichtig, da sie der Regeneration dienen. Es ist wichtiger, langfristig am Ball zu bleiben, als es in den ersten Tagen und Wochen zu übertreiben.

Diese Sportarten sind bei Senior*innen beliebt

Einer Umfrage aus dem Jahr 2013 zufolge stellten Fitness und Gymnastik die beliebteste Sportart bei Senior*innen dar (44 Prozent), gefolgt von Wandern (39 Prozent) und Radfahren (33 Prozent). Aber auch Schwimmen (25 Prozent) und Laufen (12 Prozent) sind bei Senior*innen besonders beliebt (TK – Studie zum Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland 2013, Seite 20). Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert.

So fördert das Schwimmen beispielsweise nicht nur die Gesundheit, sondern stärkt auch Muskeln und Gelenke. Die Bewegung im Wasser regt den Stoffwechsel an und entlastet durch die Schwerelosigkeit gleichzeitig den Körper.

Auch andere Sportarten sind im Trend

Natürlich brauchen Sie sich keineswegs auf diese Sportarten zu beschränken. Erlaubt ist, was gefällt und nicht durch körperliche Einschränkungen ausgeschlossen ist. Damit kommen beispielsweise weitere Sportarten infrage wie:

  • Tai Chi
  • Pilates
  • Yoga
  • Tanzen
  • Tischtennis
  • Aquagymnastik
  • Tele-Gymnastik
  • Kurse in Fitnessstudios

Und auch darüber hinaus gibt es zahlreiche ausgefallenere Sportarten wie Kletterkurse oder Karatekurse für Senior*innen, da die Altersgruppe über 60 zunehmend eine wichtige Zielgruppe darstellt.

Einfaches Training in den eigenen vier Wänden

Nicht immer bedarf es komplexer Sportarten, um sich aktiv zu bewegen. Manchmal reichen die regelmäßige Gartenarbeit oder Hobby-Handwerken schon aus, um körperlich fit zu bleiben. Auch für zu Hause gibt es eine ganze Reihe effizienter Übungen, die zum Erhalt der Mobilität beitragen.

  • Seitbeugen im breitbeinigen Stand ist eine ideale Aufwärmübung. Sie beugen hier Ihren Oberkörper zu der einen und dann zur anderen Seite.
  • Mit zwei Wasserflaschen, die Sie von der Ruheposition mit seitlich ausgestreckten Armen bis auf Schulterhöhe heben, stärken Sie die obere Rumpfmuskulatur.
  • Stellen Sie sich auf ein Bein, das Knie leicht gebeugt, während Sie das andere Bein zuerst im, dann gegen den Uhrzeigersinn vor dem Körper kreisen.

Um hier die Übungen abwechslungsreich zu steigern, empfehlen sich unter Umständen kleinere Anschaffungen wie ein Theraband oder ein Igelball, die zudem der Stimulation dienen. Gefüllte Wasserflaschen sind ein geeigneter Ersatz für Gewichte. Wem das nicht ausreicht, sei eventuell auch die Anschaffung eines Heimtrainers anempfohlen. Allerdings ist es hier ratsam, vorab mit dem Arzt oder der Ärztin zu sprechen.

Darauf kommt es beim Seniorensport an

  • Die Beanspruchung sollte stets moderat sein und die Leistung nur langsam gesteigert werden, um Überlastungen zu vermeiden und das Verletzungsrisiko gering zu halten. Gerade Anfänger*innen arbeiten besser mit dem eigenen Körpergewicht oder Widerstandsbändern als mit Hanteln.
  • Das Training sollte ausgewogen sein und nicht nur Krafttraining beinhalten, sondern auch Ausdauer und gezielte Übungen zu Koordination und Gleichgewicht.
  • Dehnübungen wirken der altersbedingten Verkürzung von Bändern und Sehnen entgegen und steigern so die Beweglichkeit im Alltag.
  • Wichtiger als die Überbeanspruchung ist das regelmäßige Training. Im Optimalfall entsprechend der WHO-Empfehlungen im Umfang von rund 150 Minuten wöchentlich. Neben den Übungen zu Hause eignen sich hier auch Spaziergänge, Radfahren oder ein Besuch im Schwimmbad, um möglichst viel Abwechslung in den Bewegungsalltag zu bringen.

Auch die mentale Fitness lässt sich gezielt trainieren

Neben der körperlichen Bewegung ist es im Alter auch von Bedeutung, den Geist regelmäßig zu fordern. Andernfalls lassen die kognitiven Fähigkeiten schnell nach. Auch hier gibt es einfache Übungen für zu Hause, die Sie allein oder gemeinsam mit einer Pflegeperson durchführen können:

  • Sudoku
  • Kreuzworträtsel
  • Schach
  • das Erlernen einer neuen Sprache

Auch die gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf helfen dabei, die Leistung des Gehirns auf Dauer zu erhalten. Vor allem in Kombination mit einer Sportart bleiben Sie so mit großer Wahrscheinlichkeit bis ins hohe Alter fit.

Nicht überstrapazieren!

Gerade im Alter kommt es darauf an, sich beim Sport nicht zu überlasten und Sportverletzungen vorzubeugen. Schließlich verheilen diese oftmals deutlich langsamer als noch in jungen Jahren. Durch Vielseitigkeit verbessern Sie nicht nur Ihre Muskelkraft, sondern schulen gleichzeitig auch Feinmotorik, Ausdauer und Beweglichkeit. Steigern Sie die Intensität dabei nur langsam und setzen Sie Ihren Körper nicht direkt zu hohen Belastungen aus. Es ist stets wichtig, den eigenen Körper richtig einzuschätzen und die eigenen Belastungsgrenzen zu kennen.

Finanzierung durch die Krankenkasse

Einige Krankenkassen legen besonderen Wert auf präventive Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit. Dazu gehören in vielen Fällen auch spezielle Sportangebote. Ob und in welcher Höhe Ihre Krankenkasse die Kosten dafür trägt, erfragen Sie am besten direkt.

Zum Seniorensport motivieren

Nur rund 15 Prozent der Deutschen über 60 Jahren treiben regelmäßig Sport, das durchschnittliche Laufpensum in dieser Altersgruppe liegt bei rund 1.000 Schritten – während die WHO rund 5.000 Schritte täglich und eine körperliche Aktivität von rund 2,5 Stunden in der Woche empfiehlt. Umgekehrt sehen 90 Prozent der 65- bis 85-Jährigen täglich fern, 67 Prozent lesen, während weniger als jede dritte Person spazieren geht. Nur 17 Prozent fahren beispielsweise noch Rad (Quelle: Horizont Nr. 30, 27.07.2017, Seite 28). Klar wird dadurch: Die deutschen Senior*innen bewegen sich also massiv zu wenig. Nicht selten mangelt es an der Motivation.

So sind nicht wenige Senior*innen äußerst kreativ, wenn es darum geht, Ausreden für die sportliche Betätigung zu finden. Da ist zum einen das Alter oder die anhaltende Müdigkeit. Einigen rüstigen Rentner*innen mangelt es auch an der Zeit oder das Wetter ist gerade zu schlecht. Manch einer Person ist Sport in der Gruppe zuwider, während eine andere ihre Angst vor Verletzungen vorschiebt.

Im Prinzip findet sich für jede Ausrede ein passendes Gegenargument. Schließlich gibt es nicht nur eine Sportart, die unbedingt draußen bei Wind und Wetter in einer Gruppe stattfinden muss. Auch die Gymnastik zu Hause trägt langfristig zum Erhalt der Rüstigkeit und Gesundheit bei, reduziert das Risiko von Verletzungen und stärkt ganz nebenbei auch den Geist.

Besonders positiv einwirken auf die Motivation können nahestehende pflegende Angehörige, Freunde, Alltagesbegleiter*innen oder auch andere Pflegekräfte schon durch anregende Spaziergänge oder vielleicht einen Besuch im Schwimmbad. Darüber hinaus kann es für eine Person hilfreich sein, wenn sie bei einer Sportart unterstützt oder diese sogar gemeinsam durchgeführt wird.

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16 Mai 21

Essen auf Rädern

2021-08-11T15:37:29+02:0016. Mai 21|Leben im Alter|

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Essen auf Rädern

Ältere und pflegebedürftige Menschen haben zunehmend Mühe, sich ausgewogen und nährstoffreich zu ernähren. Nicht selten ist das Kochen beschwerlich. Und auch das regelmäßige Einkaufen mit schweren Einkaufstaschen wird zur körperlichen Belastung, die nicht mehr zu stemmen ist. Um dennoch nicht auf die täglich warmen Mahlzeiten verzichten zu müssen, ist das Essen auf Rädern eine optimale Alternative.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Angebot des Essens auf Rädern richtet sich vor allem an ältere und pflegebedürftige Menschen, die ihre Mahlzeiten nicht mehr selbstständig zubereiten können oder wollen. Durch die regelmäßige Lieferung werden auch pflegende Angehörige deutlich entlastet.
  • Das Menüangebot der inzwischen mehr als 2.000 Anbieter, die es deutschlandweit gibt, ist vielfältig, sodass nahezu jede Spezialkost bedient werden kann. Sogar Gerichte für Personen mit Kau- und Schluckstörungen sind vielfach erhältlich.
  • Durch die Auswahl der unterschiedlichen Menüs, die in der Regel für mehrere Tage im Voraus erfolgt, ist eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung sichergestellt.

Was bedeutet Essen auf Rädern?

Wie der Name schon vermuten lässt, bedeutet das Essen auf Rädern die Lieferung von fertig zubereiteten Mahlzeiten bis zur Wohnung einer Person. Das Angebot richtet sich dabei insbesondere an ältere oder auch pflegebedürftige Menschen, die ihre Mahlzeiten nicht mehr selbstständig zubereiten können oder wollen.

Durch Bezeichnungen wie Menüservice, Essenbringdienst oder auch Mahlzeitendienst vermeiden Anbieter den Ruf eines „Alte-Leute-Essens“, sodass die Grenzen zu klassischen Lieferdiensten teilweise verschwimmen.

Seit einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt es eine Zertifizierung für Hersteller und Verteiler, die das Ziel der Qualitätssicherung der Speisen von der Auswahl der Lebensmittel über die Produktion bis hin zu Lieferung und Service sicherstellt.

Die Geschichte des Essens auf Rädern

Entstanden ist das Essen auf Rädern im Zweiten Weltkrieg in England. Im Jahr 1943 haben Frauen einer Wohlfahrtsorganisation begonnen, Essen an ältere und pflegebedürftige Menschen auszuliefern. In den USA dauerte es weitere 20 Jahre, bis sich aufgrund einer Gesetzesvorlage zahlreiche Wohlfahrtsorganisationen gründeten, die diese Art der Dienstleistung anboten. Und auch in Deutschland ist das Essen auf Rädern seit Anfang der Sechzigerjahre bekannt, als ein Nachbarschaftshaus in Berlin begann, Rentner*innen der Umgebung gegen ein geringes Entgelt mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Ab den Siebzigerjahren kümmerte sich das DRK flächendeckend um die Versorgung bedürftiger Menschen, wobei hier aufgrund fehlender Warmhaltemöglichkeiten zunächst Tiefkühllieferungen zum Aufwärmen ausgefahren wurden.

Wer liefert das Essen auf Rädern?

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe verschiedener Anbieter für das Essen auf Rädern. Traditionell kümmern sich soziale Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen um die Auslieferung, doch gibt es auch einige kommerzielle Anbieter. Insgesamt sind weit mehr als 2.000 Unternehmen und Organisationen in ganz Deutschland tätig.

Dabei bereiten nur die wenigsten Anbieter die Speisen selbst zu, sondern kaufen die Menüs bei Produzenten wie apetito, der Hofmann Menümanufaktur oder auch der Meyer GmbH ein, um diese dann nur noch auszuliefern.

Welche Mahlzeiten liefert das Essen auf Rädern?

Die Dienste bieten ein vielfältiges Angebot verschiedener Hauptgerichte, aber auch spezielle Wünsche und Bedürfnisse nach vegetarischer, laktosefreier oder geeigneter Kost für Diabetiker*innen werden durch das Essen auf Rädern erfüllt. Neben den Hauptmahlzeiten gehören meist auch Kuchen, Desserts und das Abendbrot zum Produktangebot. Auch Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden finden bei den meisten Anbietern geeignete pürierte Menüs.

Neben täglichen warmen Speisen bieten zudem viele Anbieter die Möglichkeit, sich für mehrere Tage im Voraus Tiefkühlkost zu bestellen, die zu Hause aufgewärmt werden kann. Das hat den Vorteil einer höheren Flexibilität, da sich Kund*innen nicht schon vorab auf ein einziges Gericht und eine feste Essenszeit festlegen müssen, sondern aus dem vorhandenen Menüvorrat frei auswählen können.

Wie läuft eine Bestellung ab?

Anders als bei einem klassischen Lieferdienst, der Gerichte auf Zuruf individuell zubereitet und innerhalb der nächsten Stunde liefert, erfolgt die Bestellung der Speisen beim Essen auf Rädern meist anhand eines Menüplans im Vorfeld. Die Auslieferung erfolgt dann in speziellen Thermobehältern innerhalb eines begrenzten Zeitfensters, entweder täglich oder an bestimmten Wochentagen.

Für gewöhnlich gibt es dabei keine langfristigen Verträge, an die Sie sich binden müssen, sondern Sie entscheiden von Woche zu Woche, ob Sie das Angebot weiterhin nutzen wollen. Damit ist auch Flexibilität gegeben, wenn Sie zwischendurch einen anderen Anbieter ausprobieren möchten.

Die Preise für das Essen auf Rädern

Die Kosten für ein Gericht schwanken oft deutlich zwischen 4,50 Euro und 12 Euro. Das ist nicht nur anbieterabhängig, sondern auch die Zusammensetzung der Speisen führt dabei zu unterschiedlichen Preisen. Das heißt, Spezialkost ist teilweise ebenso etwas teurer wie fleischhaltige Gerichte. Achten Sie bei einem Preisvergleich auf folgende Aspekte:

  • Wird mit frischen Zutaten gekocht?
  • Bereiten Profiköche das Essen zu?
  • Ist das Menüangebot abwechslungsreich?
  • Sind die Zutaten hochwertig, z. B. in Bio-Qualität?
  • Legt der Anbieter Wert auf Ausgewogenheit im Speiseplan?
  • Sind Konservierungsstoffe enthalten?
  • Gibt es ein Angebot für spezielle Anforderungen, z. B. bei Schluckbeschwerden oder Spezialkost bei Unverträglichkeiten?
  • Besteht eine Vertragsbindung?
  • Liefert der Anbieter auch Tiefkühlmenüs?

Die Lieferung ist meist kostenlos. Teilweise fällt lediglich ein Aufschlag von einem Euro für die Lieferung an Sonn- und Feiertagen an.

Bezuschussung zu den Kosten

Bedürftige Personen haben einen Anspruch auf eine Bezuschussung gemäß § 30 SGB XII (Mehrbedarf). Die Voraussetzungen dafür sind eine bereits vorhandene oder drohende Krankheit oder eine Behinderung, die einer kostenaufwendigen Ernährung bedarf, Personen sich diese jedoch nicht leisten können. Als Nachweis ist in der Regel ein ärztliches Attest mit der Diagnose erforderlich. Das trifft für gewöhnlich auf Sozialhilfeempfänger*innen und andere Menschen mit einem sehr geringen Einkommen zu.

Liegt bereits ein Anspruch auf die Grundsicherung im Alter vor, ist die Bezuschussung vielerorts einfacher möglich.

Wie hoch die Zuschüsse ausfallen, liegt in der Hand der Kommunen, sodass sich hier keine allgemeinen Aussagen über die Höhe der Zuschüsse treffen lassen. Hilfreiche Informationen dazu können jedoch z. B. Pflegestützpunkte liefern.

Anders als Krankheitskosten sind die Kosten für das Essen auf Rädern meist nicht steuerlich als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig. Eine Ausnahme kann hier allerdings sein, wenn eine gesundheitliche Notwendigkeit vorliegt, das Essen auf Rädern zu bestellen.

Wie hochwertig ist das Essen auf Rädern?

Die Qualität der Speisen variiert teilweise erheblich. Die Stiftung Warentest kam in einem exemplarischen Test im Jahr 2011 noch zu dem Ergebnis, dass die Gerichte häufig zu fett- und salzhaltig sind. Auch Geschmack und Aussehen ließen dem Test zufolge zu wünschen übrig.

Durch die wachsende Konkurrenz der Anbieter am Markt hat sich die Qualität jedoch durchweg verbessert. Natürlich gibt es immer noch Unterschiede, auch in der Menüauswahl und der Servicequalität, sodass sich ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnen kann.

Vor- und Nachteile des Essens auf Rädern

VorteileNachteile
  • täglich warme Mahlzeiten bzw. Tiefkühlgerichte zum Aufwärmen
  • keine Vertragsbindung
  • große Menüauswahl, auch für Spezialkost
  • ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung wirkt Mangelernährung entgegen
  • kein Einkaufen, Kochen und Abwasch
  • ggf. Bezuschussung durch das Sozialamt
  • Lieferung bis zur Haustür
  • Entlastung pflegender Angehöriger
  • nicht immer fett- oder salzarm
  • durchschnittlich teurer als selbst zu kochen
  • Geschmack und Optik der industriell gefertigten Produkte ist nicht immer gut
  • Festlegung auf einen Menüplan für mehrere Tage im Voraus

Weiterführende Informationen und hilfreiche Links

Mehr Informationen rund um das Essen auf Rädern bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Essen_auf_R%C3%A4dern

Der Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2011: https://www.test.de/Essen-auf-Raedern-Sechs-Menuedienste-im-Test-4280595-0/

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16 Mai 21

Alltagsbegleiter*in und Betreuungsassistent*in

2021-08-11T15:40:40+02:0016. Mai 21|Leben im Alter|

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Alltagsbegleiter*in und Betreuungsassistent*in

Pflegenden Angehörigen fehlt neben dem Leisten der Pflegetätigkeiten oftmals die Zeit dafür, noch die Freizeitgestaltung von pflegebedürftigen Personen zu bewältigen. Gleichfalls erfreuen sich auch Personen in Pflegeheimen an Betreuungsangeboten, die eine Abwechslung vom Alltag bieten. Hierfür gibt es spezielle Alltagsbegleiter*innen bzw. Betreuungsassistent*innen, die diese Aufgaben übernehmen und pflegende Angehörige zusätzlich entlasten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aufgabe von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen ist die Aktivierung und Beschäftigung von pflegebedürftigen Personen im stationären und häuslichen Umfeld. Damit tragen sie insbesondere zur Entlastung pflegender Angehöriger bei.
  • Grundlage zur Ausübung der Tätigkeit ist eine Qualifikation im Umfang von 160 Stunden und ein zweiwöchiges Praktikum.
  • Im Rahmen der häuslichen Pflege ist eine Finanzierung über den Entlastungsbetrag oder (für Personen ab einem Pflegegrad 2) die Verhinderungspflege möglich.

Definition Alltagsbegleiter*in und Betreuungsassistent*in

Mit der Pflegereform im Jahr 2017 wurde festgelegt, dass alle pflegebedürftigen Personen in (teil-)stationären Einrichtungen Anspruch auf eine zusätzliche Betreuung und Aktivierung haben. Grund dafür ist im Wesentlichen der Personalmangel in der Pflege mit dem Ansinnen, die Pflegekräfte zu entlasten. Festgelegt ist das in § 43 b SGB XI, wodurch der bisher geltende § 87 b SGB XI aufgehoben wurde.

Die Aufgabe von Betreuungskräften ist seither die Unterstützung von pflegebedürftigen Personen bei Spaziergängen, Spielenachmittagen oder anderen Freizeitaktivitäten.

Wichtige Rolle in der häuslichen Pflege

Daneben kommen die Alltagsbegleiter*innen auch in der häuslichen Pflege zum Einsatz, wo sie pflegende Angehörige entlasten. Auch hier steht die Aktivierung der Pflegebedürftigen im Rahmen einer gemeinsamen Freizeitgestaltung im Fokus, wohingegen Pflegetätigkeiten von den Aufgaben ausgenommen sind. Damit nehmen Alltagsbegleiter*innen eine wichtige Rolle in der häuslichen Pflege ein, da sie maßgeblich dazu beitragen, dass pflegende Angehörige guten Gewissens auch mal eine Auszeit nehmen können.

Die Abrechnung der Leistungen in der ambulanten Pflege erfolgt im Rahmen des Entlastungsbetrags oder der Verhinderungspflege direkt mit der Pflegekasse.

Unklare Abgrenzung zu weiteren Bezeichnungen

Letztlich sind die Grenzen zwischen verschiedenen Begriffen fließend, sodass sich diese nicht immer eindeutig unterscheiden lassen. Beispielsweise ist die Bezeichnung als Pflegeassistent*in oder -helfer*in weit verbreitet, formal aber nicht korrekt, da es hierfür an der nötigen Grundausbildung mangelt. Und auch Seniorenbetreuer*innen, Besuchs- oder Begleitdienste werden vielfach unter dem Begriff der Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen subsummiert.

Aufgaben von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen

Ganz gleich, ob in der häuslichen oder der stationären Pflege: Die Aufgaben von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen sind stets damit zu beschreiben, die pflegebedürftigen Menschen zu aktivieren und zu begleiten. Ausgenommen sind dabei alle pflegerischen Tätigkeiten der Grund- und Behandlungspflege. Zum Aufgabenspektrum von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen gehören damit beispielsweise:

  • Lesen und vorlesen
  • Spielenachmittage
  • Spaziergänge oder andere Ausflüge
  • Besuch kultureller Veranstaltungen
  • Kochen und backen
  • Tanzen
  • Besuch von Gottesdiensten
  • Gartenarbeit
  • Fernsehen
  • Malen, basteln und handwerken
  • Aufgaben zum Gedächtnistraining
  • Gemeinsame Gespräche

Bei der Hilfe im häuslichen Umfeld fallen gegebenenfalls weitere Aufgaben wie die Begleitung bei Einkäufen oder Arztbesuchen und die Gestaltung des Tagesablaufs an, um pflegende Angehörige gezielt zu entlasten.

Jede Aktivität soll sich dabei ausdrücklich an den Wünschen und Bedürfnissen sowie den Biografien der pflegebedürftigen Personen orientieren.

Qualifikation von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen

Man kann sich nicht Alltagsbegleiter*in oder Betreuungsassistent*in nennen, ohne zuvor eine Qualifizierungsmaßnahme durchlaufen zu haben. Diese umfasst 160 Stunden theoretischen Unterricht sowie ein zweiwöchiges Praktikum. Die Ausbildung dauert meistens rund vier Monate. Ausbildungsinhalte sind dabei beispielsweise:

  • biografische Arbeit
  • Planung und Durchführung von Beschäftigungen
  • Grundlagen der Ernährung
  • Hygiene
  • medizinisches Grundwissen zu altersbedingten Erkrankungen
  • rechtliche Grundlagen
  • würdevoller Umgang mit Menschen, die an demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, psychischen Erkrankungen, geistigen Behinderungen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen leiden

Damit ist die Alltagsbegleitung nicht zu verwechseln mit einem oder einer Altenpflegehelfer*in. Hier dauert die Ausbildung für gewöhnlich ein Jahr und findet an einer speziellen Berufsfachschule statt. Schwerpunkte sind insbesondere pflegerische Tätigkeiten, nicht aber die Aktivierung der Pflegebedürftigen.

Neben der Grundausbildung zur Betreuungsassistent*in gibt es zudem Weiterbildungsmöglichkeiten. Legen Sie Wert auf einen bestimmten Schwerpunkt, lohnt es sich auf eine entsprechende Zusatzqualifikation zu achten. Diese kann beispielsweise lauten:

  • interkulturelle Kommunikation
  • Sterbe- und Trauerbegleitung
  • Umgang mit Aggressionen
  • Umgang mit Alkohol- und Suchtkranken
  • Aktivierung und Beschäftigung für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung und Demenz
  • Bedeutung von Hörverlust und Umgang mit Betroffenen
  • Umgang mit den sexuellen Bedürfnissen bei Menschen mit Handicap

Kosten von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen

Die Kosten für eine Alltagsbegleitung lassen sich nicht pauschal beziffern. Ein Faktor, von dem der Stundensatz abhängen kann, ist beispielsweise die Qualifizierung der Person. So spezialisieren sich einige Alltagsbegleiter*innen auf Menschen, die an Demenz leiden, da hier besondere Kompetenzen gefragt sind. Damit gehen regelmäßige Fortbildungen einher, die sich unter Umständen in den Kosten niederschlagen. Und schließlich kann der Stundensatz einer Alltagsbegleitung, die über eine Vermittlungsagentur eingestellt wird, anders ausfallen als jener einer selbstständig tätigen Betreuungsassistenz.

Finanzierung von Alltagsbegleiter*innen und Betreuungsassistent*innen

Während die Abrechnung der Betreuungsassistent*innen in stationären Einrichtungen nicht selten über die Einrichtung selbst erfolgt, besteht in der ambulanten Pflege die Option der Abrechnung über den Entlastungsbetrag oder die Verhinderungspflege.

  • Haben Sie den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro nicht regelmäßig monatlich genutzt, kann dieser auch rückwirkend geltend gemacht werden. Möglich ist das bis zum Ende des ersten Kalenderhalbjahres für das komplette vergangene Jahr.
  • Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad ab 2 haben einen Anspruch auf Verhinderungspflege. Die Höhe der Leistung beträgt 1.612 Euro für einen Zeitraum von maximal 6 Wochen im Jahr.

Alltagsbegleiter*innen finden – so geht’s

Um eine geeignete Alltagsbegleitung zu finden, gibt es eine ganze Reihe verschiedener Anlaufstellen, die Ihnen bei der Vermittlung helfen:

Kriterien bei der Wahl einer Alltagsbegleitung

Da die Begleitperson und der oder die Pflegebedürftige viel gemeinsame Zeit miteinander verbringen, ist es wichtig, dass die Chemie stimmt und sich die Personen gegenseitig sympathisch sind. Schließlich fühlen sich auch Angehörige beruhigt, wenn sie die pflegebedürftige Person in guten Händen wissen. Dementsprechend sind bei der Auswahl einige Kriterien von Bedeutung:

  • Zunächst ist es hilfreich, wenn Sie sich überlegen, bei welchen Tätigkeiten die Unterstützung tatsächlich gewünscht ist. Das erleichtert die Kommunikation bereits während des Bewerbungsgespräches.
  • Die Pflege-Qualifikation der Begleitperson steht sicherlich nicht im Fokus, da es nicht darum geht, pflegerische Aufgaben zu übernehmen. Nichtsdestotrotz sollte die Person eine Qualifizierung im Umfang von 160 Stunden zuzüglich des obligatorischen Praktikums durchlaufen haben.
  • Auch die Sympathie spielt eine große Rolle. Vereinbaren Sie hier gegebenenfalls einen Probetermin, sodass sich beide Parteien unverbindlich kennenlernen können.
  • Stellen Sie fest, dass Begleitperson und die pflegebedürftige Person doch nicht so gut wie erwartet miteinander harmonieren, scheuen Sie sich nicht, eine alternative Person zu suchen. Schließlich geht es bei der Freizeitgestaltung auch darum, dass sich die pflegebedürftige Person wohlfühlt.

Weiterführende Informationen und hilfreiche Links

Das Berufsbild der Alltagsbegleitung bei der Bundesagentur für Arbeit: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/9066.pdf

Begriffserklärung bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Alltagsbegleiter

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