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Duschhocker – das clevere Accessoire für die Pflegeroutine

Wenn die eigenen Kräfte nachlassen, kann die Körperpflege für Pflegebedürftige und Angehörige zur Herausforderung werden. Vor allem das Duschen empfinden beide Seiten als anstrengend. Doch ein cleveres und gleichzeitig platzsparendes Accessoire erleichtert den Pflegealltag entscheidend: der Duschhocker.

Wir verraten Ihnen, welche Vorteile ein Duschhocker hat und wer für die Kostenübernahme zuständig ist. Außerdem geben wir Tipps für den Duschhocker- Kauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Duschhocker eignen sich für Personen mit körperlichen Einschränkungen.
  • Ein qualitativ hochwertiges Produkt zeichnet sich durch Standsicherheit, Belastbarkeit und einfache Reinigung aus.
  • Ein Duschhocker kostet zwischen 20 und 100 Euro.
  • Als Kostenträger kommen die Krankenkasse oder die Pflegekasse infrage.
  • Geeignete Modelle sind im Sanitätshaus erhältlich.

Wer benötigt einen Duschhocker für Senioren?

Immer dann, wenn die eigenen Kräfte oder die motorischen Fähigkeiten abnehmen, ist der Duschhocker zur Unterstützung der Körperpflege eine sinnvolle Anschaffung. Ein Duschhocker ist für Senioren geeignet, denen es aufgrund ihres Alters schwerfällt, längere Zeit im Stehen zu verbringen. Vor allem bei Pflegebedürftigen punktet das Hilfsmittel – dabei kommt es nicht darauf an, wodurch die körperlichen Einschränkungen bestehen.

Ein Duschhocker eignet sich für Menschen mit:

  • einem Pflegegrad
  • einer Behinderung.
  • Einschränkungen nach einem Unfall oder einer Operation.
  • Alterserscheinungen wie einem Kraftverlust oder Gleichgewichtsproblemen.

Dadurch zeichnet sich ein Duschhocker aus

Duschhocker sind im Gebrauch ebenso simpel wie clever. Der robuste Aufbau besteht aus vier Standbeinen, die am Ende mit einer Gummierung versehen sind. So verrutscht der Duschhocker nicht, wenn sich der Pflegebedürftige daraufsetzt. Die Sitzfläche besteht wahlweise aus weich gepolstertem oder starrem Material. An der vorderen Seite zeichnet sich der Duschhocker durch eine Aussparung aus. So stellt der Hersteller sicher, dass das Wasser zügig abläuft und die Intimpflege einfach gelingt.

Gut zu wissen!

In der einfachen Ausführung besitzt der Duschhocker zumeist eine runde Sitzfläche, die keinen Platz für eine Aussparung bietet. Ob sich ein solches Modell für Sie eignet, hängt von dem Körpergewicht und dem Pflegegrad Ihres Familienmitglieds ab. Gerade für motorisch unsichere Personen ist es schwierig, sich auf die vergleichsweise kleine Sitzfläche zu setzen.

Duschhocker: klappbar und in besonderer Ausführung

Wenn Sie Ihren Angehörigen duschen, führen Sie viele Arbeitsschritte gleichzeitig aus: Sie hantieren mit der Duschbrause, mit Shampoo und Waschlappen. Außerdem müssen Sie parallel darauf achten, dass Ihr Familienmitglied sicher auf dem Duschhocker sitzt. Einige Hersteller haben sich deshalb darauf spezialisiert, das Pflegehilfsmittel besonders anwenderfreundlich zu gestalten.

Folgende Ausführungen können den Pflegealltag vereinfachen:

  • Klappbarer Duschhocker, der sich im Anschluss platzsparend verstauen lässt.
  • Höhenverstellbarer Duschhocker, den Sie an die Körpergröße anpassen.
  • Duschhocker mit einer Aufhängung für die Duschbrause, so haben Sie zwischendurch die Hände frei.

Duschhocker-Testsieger: Entscheiden Sie individuell

Im Internet stoßen Sie auf viele Testberichte, nicht alle davon sind unabhängig. Zudem ist es wichtig, dass Sie für Ihren Angehörigen eine individuelle Wahl treffen. Selbst wenn eine Webseite einen runden Duschhocker momentan als Testsieger anpreist, kann Ihr schwerpflegebedürftiges Familienmitglied sich darauf vielleicht nicht sicher halten. In dem Fall ist ein Duschhocker mit einer gebogenen Sitzfläche, die ein Herabrutschen verhindert, besser geeignet. Nicht zuletzt spielt auch der Preis eine Rolle, der sich von unter 20 bis zu 100 Euro erstrecken kann.

Übrigens: Erfahrungswerte aus dem Pflegealltag sind besonders wertvoll. Vielleicht gibt es jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, der bereits einen Sanitätshaus- Duschhocker im Einsatz hat. Alternativ können Sie auch Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes um ihre Einschätzung bitten.

Sicherheit geht vor: 3 Tipps für den Duschhocker-Kauf

Im Badezimmer ist das Thema Sicherheit besonders wichtig. Schließlich kann hier Nässe für rutschige Oberflächen sorgen und der durch die Wärme entstehende „Nebel“ die Sicht verschleiern. Ein durchdachter Duschhocker reduziert die Unfallgefahr, zum Beispiel durch Stürze, immens.

1. Entscheiden Sie sich für einen stabilen Duschhocker:

Ein sicherer Duschhocker verfügt über vier Standbeine, die das Gewicht des Pflegebedürftigen zuverlässig tragen. Ganz wichtig: Achten Sie auf eine großzügige Gummierung für einen sicheren Stand.

2. Wählen Sie eine bedarfsgerechte Sitzfläche:

Generell gilt: Je pflegebedürftiger Ihr Familienmitglied ist, desto mehr Sicherheit sollte der Duschhocker vermitteln. Das gelingt mit einem Modell, das eine breite, möglichst geschwungene Sitzfläche bietet. Auch die Belastbarkeit ist in diesem Zusammenhang wichtig – viele Modelle halten ohne Probleme ein Körpergewicht von bis zu 150 kg aus.

3. Denken Sie bei Ihrem Kauf an die Hygiene:

Im Pflegealltag ist die Hygiene besonders wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen zu stärken. Ein durchdachter Duschhocker ist leicht zu reinigen. Er verfügt in der Regel über eine Oberfläche aus Kunststoff, die Sie nach dem Duschen einfach mit einem Lappen säubern können. Achtung: Kleine Löcher in der Sitzfläche sorgen für einen guten Wasserablauf, reinigen Sie diese ebenfalls in regelmäßigen Abständen.

Duschhocker auf Rezept? So erhalten Sie Ihren Duschhocker

Sie möchten sich einen Duschhocker zulegen? Dann erkundigen Sie sich am besten vorab über die Möglichkeiten einer Kostenübernahme. Grundsätzlich kommen die Krankenkasse oder die Pflegekasse infrage. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten, wenn das Hilfsmittel medizinisch notwendig ist. Erleichtert das sogenannte technische Pflegehilfsmittel die Pflege, bietet die Pflegekasse ihre Unterstützung bei der Finanzierung an. Duschhocker-Modelle finden Sie im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung unter der Produktgruppe Badehilfe.

Unser Tipp: Sprechen Sie bei Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse die Kostenbeteiligung aktiv an.

Gut zu wissen!

Ein Duschhocker aus dem Sanitätshaus erleichtert vor allem in Kombination mit einer behindertengerechten Dusche die Körperpflege. Bei der Pflegekasse können Sie einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen. Ihr Angehöriger profitiert bei Bewilligung von bis zu 4000 Euro für den Badumbau. Voraussetzung ist, dass Ihr Familienmitglied einen anerkannten Pflegegrad besitzt.

FAQs – Häufige Fragen zum Duschhocker

Gute Duschhocker zeichnen sich dadurch aus, dass sie stabile, gummierte Standbeine besitzen. Außerdem sollte die Sitzfläche ausreichend groß und leicht zu reinigen sein. Sanitätshäuser beraten Sie gerne zu qualitativen Produkten.

Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist, dass das Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung steht und von einem Arzt verordnet wird.

Die Preise für Duschhocker variieren stark. Grundsätzlich können Sie mit einem Preis zwischen 20 und 100 Euro rechnen.

Voraussetzung für einen sicheren Duschhocker-Einsatz ist, dass das Hilfsmittel einen festen Stand hat. Die Badewanne bietet ein anderes Platzverhältnis und eignet sich meist nicht für einen Duschhocker. Für die Badewanne gibt es spezielle Sitze, die das Baden vereinfachen.

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