Beschäftigung in der Altenpflege

Beschäftigung in der Altenpflege

Der Alltag von vielen Senioren ist sehr monoton und bietet kaum Abwechslung oder Aktivität. Jedoch ist auch im Alter ein aktives Leben sehr wichtig, damit Körper und Geist vital bleiben. Neben der Pflege ist daher auch die Beschäftigung in der Altenpflege ein wichtiger Bereich, welcher jedoch oft vernachlässigt wird.

In Pflege- oder Altenheimen steht den Pflegekräften nicht die entsprechende Zeit für eine Aktivierung in der Altenpflege zur Verfügung. Sie müssen sich an feste Zeiten für die Altenpflege halten und eine individuelle Betreuung ist kaum noch möglich. Senioren müssen sich daher oft selber beschäftigen, was allerdings zu zahlreichen weiteren Problemen führt. Bedingt durch die motorischen Einschränkungen im Alter ist ein unbeaufsichtigter Spaziergang sehr problematisch. So kann ein Sturz zu einer Verletzung führen und dem Senior steht niemand zur Seite.

Beschäftigung im Alter ist daher oft nur in Kombination mit entsprechendem Personal möglich oder durch ein Familienmitglied. Wird ein Mensch pflegebedürftig, dann sollte man bei der Wahl des Pflegemodells die Möglichkeiten der Beschäftigung im Alter genau prüfen. Jedes Pflegemodell ermöglicht eine andere Form der Beschäftigung im Alter, welche hauptsächlich mit der zur Verfügung stehenden Zeit in Verbindung steht.

Häusliche Pflege

Pflege- und Altenheime lassen kaum Zeit für die Beschäftigung im Alter, da das Personal nicht über die entsprechende Zeit verfügt. In der häuslichen Pflege ist die Aktivierung im Alter in der Regel intensiver möglich. Besonders bei einem geringen Pflegeaufwand durch ein Familienmitglied bleibt noch ausreichend Zeit für die Beschäftigung. Hierbei muss es sich nicht immer um eine körperliche handeln, da auch die geistige Beschäftigung durchaus wichtig ist. Gespräche mit der Familie und Freunden stärken die soziale Kompetenz und wirken der Vereinsamung entgegen. Regelmäßige Besuche der Familie sind daher sehr wichtig und tragen erheblich zum Wohlergehen bei.

Wird die Pflege aufwendiger, dann darf die Beschäftigung darunter nicht leiden. Ist das Familienmitglied mit der Pflege überfordert, dann kann man sich durch einen ambulanten Pflegedienst unterstützen lassen. Ein ambulanter Pflegedienst wird vertraglich geregelte Pflegeschritte durchführen und das Familienmitglied kann in diesem Fall die Beschäftigung in der Altenpflege übernehmen.

24-Stunden-Pflege

Bei einer Pflegestufe 3 ist meistens eine 24-Stunden-Pflege notwendig. Ein solches Pflegemodell lässt sich problemlos in der häuslichen Pflege durchführen und bietet eine Alternative zum Pflege- oder Altenheim.

Da die Pflege zeitlich sehr aufwendig ist, ist man auf eigenes Pflegepersonal angewiesen. Einheimische Pflegekräfte sind jedoch teuer und für viele Familien nicht finanzierbar. Eine Alternative ergibt sich durch Pflegekräfte aus Osteuropa.

Eine Pflegekraft aus Osteuropa wird bei der pflegebedürftigen Person einziehen und die Pflege übernehmen. Für die Pflegekraft müssen kostenlos Kost und Logis zur Verfügung gestellt werden.

Für Familien und pflegebedürftige Personen ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. So kann die Pflege in der gewohnten Umgebung stattfinden, was die Beschäftigung in der Altenpflege ebenfalls deutlich erleichtert. Familienmitglieder können die pflegebedürftige Person jederzeit aufsuchen und auch über Nacht bleiben. Da die Pflegekraft bei der pflegebedürftigen Person wohnt, steht diese auch jederzeit für ein Gespräch bereit. Zusätzlich kann die Pflegekraft die pflegebedürftige Person jederzeit zu Veranstaltungen, Spaziergängen oder auch Arzt- und Friseurbesuchen begleiten. So wird die ganze Pflege und der Alltag viel aktiver gestaltet.

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2019-01-24T10:48:57+00:00

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